Psychotherapie und seelische Gesundheit | St. Pölten Teil2
- 10. Okt. 2017
- 9 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Feb.
Bin ich bereit für Psychotherapie? Entscheidung, Orientierung und passende Therapieformen
Vielleicht haben Sie in den letzten Wochen mehrmals die Website einer Therapeutin geöffnet und wieder geschlossen. Vielleicht liegt eine Empfehlung einer Freundin auf Ihrem Schreibtisch und Sie wissen nicht, ob Sie anrufen sollen. Oder Sie denken: „Eigentlich geht es mir nicht schlecht genug für Therapie." Gleichzeitig spüren Sie, dass etwas nicht stimmt – nicht dramatisch, aber beharrlich. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, dann sind Sie hier richtig.

Kurzorientierung:
Dieser Artikel hilft Ihnen einzuschätzen, ob Psychotherapie für Sie sinnvoll sein könnte, welche Fragen typischerweise vor einer Therapie in den Vordergrund rücken, welche Therapieformen es gibt und wie Sie bei all dem eine informierte Entscheidung ohne Druck treffen können.
1. Bin ich bereit für Psychotherapie?
Phase des Zögerns: Unsicherheit ist kein Hindernis
Die Frage nach der Bereitschaft ist keine Ja-Nein-Entscheidung. Sie ist kein Test, den man bestehen muss, und kein Reifezeugnis, das man vorlegen sollte. Bereitschaft für Psychotherapie bedeutet nicht, sicher zu sein – sondern bereit zu sein, sich ehrlich mit sich selbst zu befassen.
Viele Menschen beginnen eine Therapie mit Zweifeln. Manche wissen nicht genau, worum es geht. Andere fragen sich, ob ihr Anliegen „wichtig genug" ist. Wieder andere sind unsicher, ob sie sich öffnen können oder wollen. All das sind keine Zeichen von Unreife, sondern normale Begleiterscheinungen eines Prozesses, der Mut erfordert.
Bereitschaft entsteht oft im Tun, nicht davor. Das erste Gespräch ist kein Bekenntnis, sondern ein Erkundungsraum. Es darf unscharf sein. Es darf Fragen offenlassen. Entscheidend ist nicht, ob Sie „bereit" sind – sondern ob Sie bereit sind, es herauszufinden.
Merksatz:
Bereitschaft für Psychotherapie bedeutet nicht Klarheit – sondern Offenheit, Klarheit entstehen zu lassen.
2. Wann Psychotherapie sinnvoll sein kann
Phase der Klärung: Von diffusem Unbehagen zu klaren Anhaltspunkten
Psychotherapie ist kein Notfallinstrument und kein Luxusgut. Sie ist eine Form professioneller Unterstützung, die dann hilfreich sein kann, wenn seelisches Erleben belastend wird, sich verfestigt oder einschränkend wirkt.
Viele Leser:innen bleiben genau an diesem Punkt hängen: „Ist mein Anliegen wichtig genug?" Die Frage ist verständlich – und sie ist "falsch gestellt". Nicht das Ausmaß des Leidens entscheidet, sondern die Qualität der Einschränkung.
Orientierende Hinweise (keine Diagnosekriterien):
Wenn anhaltendes seelisches Leiden über Wochen oder Monate besteht – etwa in Form von Niedergeschlagenheit, Ängsten, innerer Anspannung oder Erschöpfung, die sich nicht von selbst auflösen.
Wenn sich wiederkehrende Muster im eigenen Erleben oder in Beziehungen zeigen, die sich ungewollt wiederholen: Konflikte, die ähnlich verlaufen, Situationen, die immer wieder belastend werden, Gefühle, die vertraut und doch unverstanden bleiben.
Wenn eine Einschränkung von Lebensqualität, Beziehungen oder Arbeitsfähigkeit durch das innere Erleben spürbar wird. Nicht im Sinne einer absoluten Grenze, sondern als spürbare Begrenzung dessen, was möglich, leicht oder lebendig ist.
Wenn eigene Bewältigungsstrategien nicht mehr ausreichend greifen. Was bisher geholfen hat – Ablenkung, Gespräche mit Freunden, Zeit, Bewegung – verliert seine Wirkung oder verschärft die Belastung sogar.
Diese Anhaltspunkte sind keine Diagnosen. Sie sind Orientierungspunkte für eine informierte Entscheidung. Psychotherapie setzt kein bestimmtes Ausmaß an Leid voraus. Entscheidend ist, ob ein inneres Thema Sie belastet oder einschränkt – und ob Sie sich Unterstützung wünschen.
Merksatz:
Nicht die Schwere des Leidens legitimiert Psychotherapie – sondern der Wunsch, etwas zu verstehen oder zu verändern.
3. Was Psychotherapie leisten kann – und was nicht
Realistische Erwartungen sind ein Schutzfaktor. Sie schützen vor Enttäuschung, vor Überforderung und vor der Illusion, Therapie könnte Verantwortung abnehmen oder Leid vollständig vermeiden.
Psychotherapie kann:
Innere Zusammenhänge verständlich machen – etwa zwischen biografischen Erfahrungen und heutigen Reaktionen, zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten.
Emotionale Regulation verbessern – den Umgang mit schwierigen Gefühlen erweitern, ohne sie unterdrücken oder vermeiden zu müssen.
Handlungsspielräume erweitern – neue Perspektiven, Bewertungen oder Verhaltensweisen zugänglich machen, die vorher nicht verfügbar waren.
Psychotherapie kann nicht:
Entscheidungen abnehmen – sie kann Entscheidungsprozesse begleiten, klären und unterstützen, aber die Verantwortung bleibt bei Ihnen.
Leid vollständig vermeiden oder „wegmachen" – Therapie kann Leid nicht aus dem Leben eliminieren, aber den Umgang damit nachhaltig verändern.
Ein „richtiges Leben" vorgeben – Therapie orientiert sich an Ihren Werten, nicht an gesellschaftlichen Normen oder therapeutischen Idealen.
Psychotherapie begleitet Entwicklung – sie ersetzt sie nicht. Sie ist kein passiver Vorgang, sondern eine Zusammenarbeit, die Ihre aktive Beteiligung voraussetzt.
4. Welche Psychotherapieformen gibt es?
In Österreich sind zahlreiche psychotherapeutische Verfahren wissenschaftlich anerkannt und gesetzlich geregelt. Sie unterscheiden sich in ihren theoretischen Grundlagen, ihrer Arbeitsweise und ihrem Fokus. Keine Methode ist „besser" als eine andere – sie passen unterschiedlich zu verschiedenen Menschen, Anliegen und Lebenskontexten.
Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die vier großen Richtungen als eine Orientierung:
4.1 Psychodynamische / tiefenpsychologische Verfahren
Kernsatz: Diese Verfahren gehen davon aus, dass gegenwärtiges Erleben durch unbewusste Prozesse und frühere Beziehungserfahrungen geprägt ist.
Typisches Anliegen: Wiederkehrende Beziehungsmuster, diffuses Leiden ohne klare Ursache, Wunsch nach tieferem Selbstverständnis.
Eher geeignet für: Menschen, die bereit sind, sich mit biografischen Zusammenhängen auseinanderzusetzen und Geduld für längere Prozesse mitbringen.
Zu dieser Richtung gehören unter anderem die Psychoanalyse, Individualpsychologie und tiefenpsychologisch fundierte Verfahren.
4.2 Verhaltenstherapeutische Verfahren
Kernsatz: Verhaltenstherapie konzentriert sich auf die Veränderung problematischer Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster im Hier und Jetzt.
Typisches Anliegen: Ängste, Zwänge, Depressionen, konkrete Verhaltensprobleme, Wunsch nach strukturierter, zielorientierter Arbeit.
Eher geeignet für: Menschen, die ein klar umrissenes Problem bearbeiten möchten und Wert auf nachvollziehbare Techniken und Übungen legen.
Zur Verhaltenstherapie gehören die klassische Verhaltenstherapie, kognitive Verhaltenstherapie und neuere Ansätze.
4.3 Humanistische Verfahren
Kernsatz: Humanistische Therapien betonen das Wachstumspotenzial des Menschen und arbeiten erlebnisorientiert, oft im gegenwärtigen Moment.
Typisches Anliegen: Selbstentfremdung, fehlender Zugang zu eigenen Gefühlen, Wunsch nach Authentizität und persönlichem Wachstum.
Eher geeignet für: Menschen, die weniger analysieren als erleben möchten und Offenheit für körperorientierte oder kreative Methoden mitbringen.
Dazu zählen die Gesprächspsychotherapie (personzentrierte Therapie), Gestalttherapie, Psychodrama und körperorientierte Verfahren.
4.4 Systemische Psychotherapie
Kernsatz: Systemische Therapie betrachtet den Menschen im Kontext seiner Beziehungen und sozialen Systeme und arbeitet mit Mustern, Rollen und Wechselwirkungen.
Typisches Anliegen: Beziehungskonflikte, familiäre Belastungen, berufliche oder soziale Verstrickungen.
Eher geeignet für: Menschen, deren Anliegen mit Beziehungen, Rollen oder sozialen Kontexten verknüpft ist, auch wenn sie allein in Therapie gehen.
Die systemische Therapie kann als Einzeltherapie, Paartherapie oder Familientherapie durchgeführt werden. Mehr Informationen zu Aufstellungen als systemischer Methode finden Sie ebenfalls auf der Website.
Hinweis: Viele Psychotherapeut:innen arbeiten integrativ und kombinieren Elemente verschiedener Richtungen innerhalb ihres anerkannten Verfahrens.
Viele Menschen verlieren sich an dieser Stelle in Vergleichen und der Suche nach der „richtigen Entscheidung". Wichtig ist: Sie müssen das jetzt noch nicht wissen. Die Wahl einer Therapieform ist kein Bekenntnis fürs Leben – sie ist der Anfang eines Prozesses, der sich entwickeln darf.
5. Welche Therapieform passt zu mir?
Die Frage nach der passenden Therapieform lässt sich nicht abstrakt beantworten. Nicht die „beste Methode" wirkt – sondern vielmehr die Methode in einer tragfähigen therapeutischen Beziehung.
Studien zur Psychotherapieforschung zeigen: Der größte Wirkfaktor ist die Qualität der therapeutischen Beziehung, nicht die Wahl der Methode. Das bedeutet nicht, dass Methoden unwichtig wären – aber sie entfalten ihre Wirkung erst in einem Arbeitsraum, der von Vertrauen, Respekt und emotionaler Sicherheit geprägt ist.
Was bei der Wahl helfen kann:
Ihr Anliegen: Manche Methoden eignen sich vielleicht besser für konkrete Symptome (z. B. Verhaltenstherapie bei Panikstörung), andere für offenere Selbstklärungsprozesse (z. B. tiefenpsychologische Verfahren).
Ihre Arbeitsweise: Bevorzugen Sie strukturierte, übungsorientierte Arbeit? Oder eher offene, explorative Gespräche? Möchten Sie verstehen, wie etwas entstanden ist – oder primär lernen, wie Sie damit umgehen können?
Ihr Bauchgefühl: Auch wenn Sie die Methode nicht im Detail verstehen – fühlt sich die Beschreibung stimmig an? Können Sie sich vorstellen, so zu arbeiten?
Das Erstgespräch ist keine Verpflichtung, sondern ein Entscheidungsraum. Sie dürfen prüfen, ob die Person, die Methode und die Art des Gesprächs zu Ihnen passen. Sie dürfen mehrere Erstgespräche führen, bevor Sie sich entscheiden. Und Sie dürfen sich auch nach Beginn einer Therapie umentscheiden, wenn die Passung nicht stimmt.
Wenn sich nach mehreren Sitzungen kein Gefühl von Vertrauen oder Arbeitsfähigkeit einstellt, ist das kein Scheitern – sondern ein wichtiges Signal im Entscheidungsprozess.
Wichtig:
Die Passung zur therapeutischen Person ist entscheidender, als die "perfekte Methode".
6. Einzel-, Paar- oder Gruppentherapie?
Psychotherapie findet in unterschiedlichen Settings statt. Jedes Format hat eigene Stärken und passt zu unterschiedlichen Anliegen.
Einzeltherapie bietet einen geschützten, intimen Raum für die Arbeit an persönlichen Themen. Sie ermöglicht Tiefe, individuelles Tempo und eine intensive therapeutische Beziehung. Die meisten psychotherapeutischen Prozesse beginnen mit Einzeltherapie.
Gruppentherapie ermöglicht das Erleben von Resonanz, Spiegelung und Normalisierung. Sie zeigt, dass andere mit ähnlichen Themen ringen, bietet Feedback aus unterschiedlichen Perspektiven und ermöglicht das Erproben neuer Verhaltensweisen in einem sozialen Kontext. Gruppentherapie ist keine „abgeschwächte" Form der Einzeltherapie, sondern ein eigenständiges Format mit spezifischen Wirkfaktoren.
Paartherapie (oder Familientherapie) arbeitet mit der Beziehung als Arbeitsfeld. Sie richtet sich an Paare,(sowie Familien - z. B. Geschwister) die Konflikte klären, Kommunikationsmuster verändern oder Entscheidungen begleiten lassen möchten. Paartherapie (sowie Familientherapie) ist keine Reparaturwerkstatt, sondern ein Raum, in dem beide Partner (alle Teilnehmer) an der gemeinsamen Beziehungsgestaltung arbeiten können.
Die Wahl des Settings hängt vom Anliegen, von der eigenen Präferenz und manchmal auch von der Verfügbarkeit ab. In manchen Fällen ist eine Kombination sinnvoll – etwa Einzeltherapie parallel zur Paartherapie. Mehr zu den verschiedenen Leistungsangeboten finden Sie auf der Website.
7. Online-Psychotherapie – wann sinnvoll, wann nicht?
Online-Psychotherapie (Videotherapie) hat sich in den letzten Jahren als gleichwertiges Format bei geeigneter Indikation und passenden Rahmenbedingungen etabliert – nicht für alle Anliegen, aber für viele.
Chancen:
Zugänglichkeit: Therapie wird unabhängig von räumlicher Distanz, Mobilitätseinschränkungen oder geografischer Lage möglich.
Kontinuität: Auch bei Reisen, Krankheit oder anderen Unterbrechungen kann der therapeutische Prozess aufrechterhalten werden.
Alltagstauglichkeit: Die Therapiesitzung findet in vertrauter Umgebung statt, was für manche Menschen erleichternd wirkt.
Grenzen:
Akute Krisen: Bei akuter Suizidalität, schweren psychotischen Zuständen oder anderen Situationen, die sofortige Intervention erfordern.
Beziehungsintensität: Manche Menschen empfinden die therapeutische Beziehung in Präsenz als intensiver, unmittelbarer oder sicherer.
Technische Voraussetzungen: Stabile Internetverbindung und ein geschützter, ungestörter Raum sind notwendig.
Studien zeigen, dass Online-Psychotherapie bei vielen Indikationen – etwa Depressionen, Angststörungen oder Anpassungsstörungen – ebenso wirksam ist wie Präsenztherapie. Sie ist kein Ersatz, sondern eine gleichwertige Alternative, wenn die Rahmenbedingungen passen. In Österreich ist Online-Psychotherapie rechtlich geregelt und wird unter bestimmten Bedingungen auch von Krankenkassen bezuschusst.
8. Entscheidung ohne Druck
Phase der selbstbestimmten Entscheidung: Ja, Nein oder Noch-nicht
Psychotherapie ist ein Angebot, keine Verpflichtung. Es gibt kein „richtiges Timing", keinen idealen Zustand, in dem man „reif" für Therapie wäre. Es gibt nur den Moment, in dem Sie entscheiden, dass Sie Unterstützung in Anspruch nehmen möchten – oder eben nicht.
Eine informierte Entscheidung ist eine Form der Selbstfürsorge. Sie bedeutet, sich Zeit zu nehmen, Informationen einzuholen, Zweifel ernst zu nehmen und Fragen zu stellen. Sie bedeutet auch, dass ein Nein eine gültige Entscheidung ist. Nicht jede Belastung erfordert Psychotherapie. Nicht jede Veränderung braucht professionelle Begleitung.
Wenn Sie bis hierher gelesen haben, dann haben Sie bereits etwas getan: Sie haben sich informiert, abgewogen und sich mit der Frage auseinandergesetzt. Das ist kein passives Zögern – das ist aktive Entscheidungsvorbereitung.
Wenn Sie unsicher sind: Das ist kein Ausschlusskriterium, sondern Teil des Entscheidungsprozesses. Viele Therapeut:innen bieten unverbindliche Erstgespräche an, in denen Sie klären können, ob Psychotherapie für Sie passt – ohne Verpflichtung, ohne Druck, ohne Bewertung.
Wichtig:
Eine Entscheidung für Psychotherapie ist keine Kapitulation – sondern ein Akt der Selbstverantwortung.
Ausblick - Psychotherapie und seelische Gesundheit
Im dritten Teil dieser Serie wird der konkrete Ablauf einer Psychotherapie in Österreich erläutert – von Erstgespräch über Dauer und Kosten bis zu rechtlichen Rahmenbedingungen und der Frage, wie Sie eine passende Therapeut:in finden. Wenn Sie sich nach diesem Artikel orientierter fühlen – auch mit offenen Fragen – dann hat er seinen Zweck erfüllt. Orientierung ist oft der erste Schritt zu einer stimmigen Entscheidung.
Herzlichst Ihre Petra Lebensfreude
Häufige Fragen zur Entscheidung für Psychotherapie
Brauche ich Psychotherapie, wenn es mir „nicht schlecht genug" geht?
Psychotherapie setzt kein bestimmtes Ausmaß an Leid voraus. Entscheidend ist, ob ein inneres Thema Sie belastet oder einschränkt. Prävention und Selbstklärung sind ebenso legitime Gründe wie akute Krisen.
Woran merke ich, dass Psychotherapie hilfreich sein könnte?
Wenn sich Probleme wiederholen, nicht von selbst lösen oder zunehmend Energie binden, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein. Auch diffuses Unbehagen oder das Gefühl, „nicht weiterzukommen", können Hinweise sein.
Muss ich wissen, worum es genau geht?
Nein. Unklarheit ist häufig der Ausgangspunkt psychotherapeutischer Arbeit. Sie müssen Ihr Anliegen nicht präzise formulieren können – das ist Teil des Prozesses, nicht Voraussetzung.
Was, wenn ich mir nicht sicher bin?
Unsicherheit ist kein Ausschlusskriterium, sondern Teil des Entscheidungsprozesses. Ein Erstgespräch ist kein Bekenntnis, sondern eine Möglichkeit, herauszufinden, ob Psychotherapie für Sie passt.
Kann ich auch mit mehreren Therapeut:innen Erstgespräche führen?
Ja. Es ist üblich und legitim, mehrere Erstgespräche zu führen, bevor Sie sich entscheiden. Die Passung zwischen Ihnen und der therapeutischen Person ist ein zentraler Wirkfaktor. Wenn Sie Kontakt aufnehmen möchten, können Sie dies unverbindlich tun.
Ist Psychotherapie auch präventiv sinnvoll?
Ja. Psychotherapie kann auch präventiv genutzt werden, um Belastungen frühzeitig zu reflektieren, Muster zu verstehen und psychische Gesundheit zu stabilisieren – nicht nur in akuten Krisen. Weitere Gedanken zu präventiver Selbstfürsorge finden Sie im Artikel über Selbstachtung als Fundament der Lebensfreude.
Einordnung
Dieser Artikel richtet sich an Menschen, die überlegen, ob Psychotherapie für sie hilfreich sein könnte, und sich eine sachliche, fundierte Orientierung wünschen – ohne Druck, ohne Pathologisierung.
Über die Autorin
DSA Petra Burmetler, MSc ist eingetragene Psychotherapeutin in Österreich mit Schwerpunkt auf Online-Therapie, Stress- und Traumafolgestörungen, Burnout-Prävention und Beziehungsthemen. Sie arbeitet evidenzbasiert, integrativ und körperorientiert in ihrer Privatpraxis "Petra Lebensfreude" in St. Pölten und online.
Qualifikationen:
Diplomierte Sozialarbeiterin (DSA)
Master of Science (MSc) in Psychotherapie
Eingetragene Psychotherapeutin (Integrative Therapie)
Systemische Aufstellerin (Familienaufstellungen & Organisationsaufstellungen)
Supervisorin und Coach
Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche psychotherapeutische oder medizinische Beratung.
Diese Serie
Dieser Artikel ist Teil 2 der dreiteiligen Serie "Psychotherapie und seelische Gesundheit"
📍 Teil 1: Was ist Psychotherapie? – Grundlagen & Wirksamkeit
📍 Teil 2: Bin ich bereit? – Entscheidungsfindung & passende Therapieformen (dieser Artikel)
📍 Teil 3: Der konkrete Weg – Ablauf, Dauer, Kosten & Rahmenbedingungen








































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