Selbstwert steigern

August 26, 2018

Was tun Sie für Ihren Selbstwert?

 

Hochglanzmagazine, TV und Internet lassen viele Menschen glauben, es gäbe eine ganz spezielle „Kategorie Mensch“: nämlich jene, die immer selbstbewusst und selbstsicher durchs Leben gehen, denen Kritik nichts ausmacht, die über den Dingen stehen und unbeeindruckt die eigenen Vorstellungen durchziehen – komme, was da wolle! Bilder von solchen "Über-Menschen" werden oft über Jahre durch Werbung in den Medien aufgebaut. Dennoch streben Männer und Frauen – und leider vielfach bereits auch Kinder – immer mehr nach solchen unrealistischen Idealen. Durch das Vergleichen mit solch idealisierten Menschen beginnt oft ein schleichender Prozess von Unzufriedenheit.

 

Vergleichen - Ende des Glücks und Anfang aller Unzufriedenheit

Wenn es um das „Sich Vergleichen mit anderen“ geht, reicht es schon, sich immer wieder mit dem Freund/der Freundin, dem Nachbarn/der Nachbarin, der Lehrerin/dem Lehrer, der Vorgesetzten/dem Vorgesetzten oder mit Mitgliedern aus der Familie zu vergleichen, um an seinem eigenen Selbstwert zu kratzen. Denn "die anderen" können alles besser, sind schöner, sind schlanker, sind klüger, sind befördert worden, sind erfolgreicher und erobern die Welt im Sturm etc. Was genau hat es in diesem Zusammenhang mit dem "Selbstwert" dann auf sich? Was macht dieses Vergleichen ( = Bewerten! ) mit uns?

 

Tendenziell ist zu beobachten, dass das Thema "Selbstwert" Frauen mehr als Männer beschäftigt. Was aber nicht bedeutet, dass nicht auch bei Männern der Wunsch besteht, sich im Leben selbstsicher und selbstbewusst präsentieren zu wollen. Menschen, die als ausgesprochen selbstbewusst angesehen werden, werden vielfach auch als „Gesamtpaket“ idealisiert. Sprich, solche Menschen sind dann für uns meist in allen Lebenslagen "top". Aber auch Unsicherheiten und Selbstzweifel gehören zum Menschsein dazu und können im Leben jederzeit auftreten! Das ist grundsätzlich nicht immer etwas Negatives - es kann in bestimmten Situationen sogar ganz nützlich sein und uns vor Schaden bewahren. Entscheidend ist aber nicht, dass es vorkommt, sondern wie wir damit umgehen lernen, denn das hat Auswirkung auf unsere Selbstwertentwicklung.

 

  • Selbstwertentwicklung beginnt im (Klein)Kindesalter

 

Schon im Kindesalter werden die ersten Weichen für die Entwicklung unseres Selbstwertgefühls gestellt. Wir „lernen“ sehr früh, wie wir im späteren Leben in bestimmten Situationen fühlen und mit Herausforderungen oder Rückschlägen umgehen. Vor allem Eltern und auch andere wichtige Bezugspersonen legen im Kleinkindalter den Grundstein für die Entwicklung unseres Selbstwertgefühls. Das geschieht beispielsweise, indem sie die Bedürfnisse von Kindern erfüllen (oder auch nicht). Das geschieht aber auch, indem sie Kindern zeigen, dass sie um ihrer selbst willen geliebt werden. Gelingt es Eltern, den Kindern Liebe spüren zu lassen, einfach nur, weil sie existieren, bereiten sie damit ein gutes Fundament für ein positives Selbstbild - und das gibt einem Kind Sicherheit. Daraus erwächst mit den Jahren ein gesundes Maß an Selbstsicherheit. Gegenseitiges Vertrauen wird aufgebaut – dies wiederum bewirkt, dass auch das Selbstvertrauen beim Kind gestärkt und gefestigt wird. Meinungen und Anschauungen von Vorbildern werden zusehends wichtig und tragen dazu bei, dass sich eine Persönlichkeit entwickelt.

 

Meinungen von Eltern, aber auch von Bezugspersonen (wie z. B. Kindergärtnern, Lehrerinnnen, Fußballtrainern etc.) werden von Kindern dabei oftmals „ungefiltert“ übernommen. Unbewusst verinnerlichen sie dabei wiederkehrende Aussagen als Dogmen oder in Form von Glaubenssätzen, die die weitere Entwicklung maßgeblich mitprägen. Je öfter Kinder bestimmte Aussagen hören, umso mehr werden sie für sie zu einer Art „Gewissheit“ - im Sinne von: so funktioniert das Leben. Positive Aussagen, den Selbstwert eines Kindes betreffend, wirken sich meist auch positiv auf die Entwicklung von Kinder aus und dienen später als positive Ankerpunkte und als gute Orientierung(en) im weiteren Leben. Sie stärken das Selbstvertrauen und vermitteln Sicherheit. 
Negative Aussagen und Kritik wirken aber ebenso (weiter). Sie führen zu innerlichen Bewertungen und schränken oft das eigene Handeln ein, schmälern die eigene Leistung, hemmen das Auftreten, überzeichnen vermeintliche Schwächen und Fehler etc. Die Selbstsicherheit beginnt zu bröckeln, das Selbstvertrauen schwindet und der Selbstwert beginnt zu leiden.

 

All das gilt natürlich nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Jugendlichen und (jungen) Erwachsenen. Sticheleien, seien sie vermeintlich auch nur im Scherz gemacht, hinterlassen Spuren! Werden negative Erfahrungen gehäuft erlebt, sorgen sie vermehrt für Unsicherheit. Unter solchen Rahmenbedingungen denkt man leicht „nicht in Ordnung zu sein“. Dies führt mit der Zeit wiederum zu Selbstzweifeln, die sich ebenso negativ auf den Selbstwert auswirken - ein Teufelskreis beginnt, den es möglichst früh zu durchbrechen gilt!

 

  • Überprüfen Sie Ihr Umfeld

Kennen Sie erwähnte Entwicklungen vielleicht aus Ihrem Leben? Haben Sie sich darüber schon einmal in Ruhe Gedanken gemacht? Wie ist bei Ihnen in der Familie und im Freundeskreis der Umgang mit Kindern? Wie respektvoll wird miteinander kommuniziert? Werden Kinder gelobt oder eher oft getadelt, gehänselt oder gar verspottet und bloßgestellt? Werden Kinder bewusst gefordert und gefördert? Werden Rahmenbedingungen geschaffen, unter welchen ein positives Selbstwertgefühl erwachen und wachsen kann?

 

Wie ist der Umgang in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis untereinader? Sprechen Sie oft über Themen, die Sie interessieren und beflügeln? Reden Sie über Ihre Lebensziele? Sprechen Sie auch heikle Themen an und diskutieren unterschiedliche Standpunkte konstruktiv aus? Motivieren Sie sich gegenseitig für persönliche Vorhaben? Unterstützen Sie einander? Freuen Sie sich mit Ihren Freunden über deren Erfolge und umgekehrt? Feiern Sie erreichte Ziele ab und zu miteinader? Tragen Sie in Ihrem Tun und mit Ihren Aussagen dazu bei, dass sich Ihre Freunde in ihrem Handeln bestärkt fühlen? Machen Sie ab und zu Komplimente? Nehmen Sie Komplimente auch an? Oder verletzt Sie Kritik von anderen und fürchten Sie sich vor neuen Erfahrungen? Machen Sie Fehler und können Sie dazu stehen - auch bei Gegenwind? Oder halten Sie Ihre Meinung und Ihre Gefühle lieber verborgen?

 

Wenn Sie Kinder haben, denken Sie bitte daran: Sie sind mit Ihrem Verhalten und Vorgehensweisen immer Vorbild für Ihre Schützlinge! Wenn Sie wollen, dass Ihre Kinder selbstbewusst ihre eigenen Wege gehen, dann zeigen Sie es ihnen, indem Sie es aktiv vorleben - seien Sie selbst ein positives Vorbild.

 

  • Entwickeln Sie Ihre eigene Vision vom Leben - das stärkt!

 

Ist man sich einmal der eigenen Lebensziele, die (unter anderem) den Selbstwert steigern, bewusst geworden, ist es hilfreich, aktiv daran zu arbeiten. Entdecken Sie Ihre hinderlichen Glaubenssätzen (aus der Kindheit) und entziehen Sie ihnen die Macht! Sie werden Ihre Ziele und Visionen im Leben nur schwer erreichen, wenn Sie "antrainierte" Selbstsabotage betreiben. Kommen Ihnen dazu folgende (oder ähnliche Aussagen) bekannt vor:

 

- Ich bin zu dumm dafür

- Ich bin nicht liebenswert.

- Ich bin so hässlich.

- Erfolg habe ich nicht verdient.

- Ein gutes Leben steht mir nicht zu.

- Ich kann das sowieso nicht.

- Andere können das besser, als ich.

- etc.

 

Wenn ja, probieren Sie einmal Folgendes aus:

Formulieren Sie solche Glaubenssätze bewusst um – kehren Sie sie ins Positive! Schreiben Sie Ihre Stärken auf! Halten Sie Ihre positiven Charaktereigenschaften schriftlich fest. Notieren Sie, was Sie gut können oder als nächstes lernen möchten. Formulieren Sie kurze Sätze daraus und sagen Sie sich diese positiven Sätze so oft als möglich selbst (auch ab und zu laut) vor. Sie werden staunen, was diese "einfache Übung" mit Ihrem Selbstwert machen wird! Wenn Sie sich nach einiger Zeit mit Ihren neuen Formulierungen angefreundet haben und sich sicherer fühlen, erzählen Sie auch anderen davon. Zeichnen Sie ganz bewusst ein neues, positives Bild von sich. Konsequent angewendet wird sich diese Übung positiv auf Ihr Selbstwertgefühl auswirken. Die positive Entwicklung wird damit aus eigener Kraft angestoßen. Sie werden sich mit diesem „Trick“ ganz automatisch vermehrt Dingen und Menschen widmen, die Ihnen gut tun und die Sie in Ihrem Handeln bestärken. Nutzen Sie das und bleiben Sie dran!

 

  • Setzen Sie selbst einen Schritt in die gewünschte Richtung

 

Wenn Sie ein positives Selbstwertgefühl in frühen Kindertagen vielleicht nicht im gewünschten Ausmaß entwickeln konnten, bedeutet dies nicht, dass Sie diesem Umstand Ihr ganzes Leben auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Im Wort „Selbstwert“ ist bereits ein sehr guter Lösungsansatz enthalten - nämlich sich "selbst" Veränderung "wert" sein.

 

Denken Sie in Ruhe über sich selbst nach. Gehen Sie in sich. Suchen Sie unter diesem Aspekt auch das Gespräch mit Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen. Ziehen wir zur Veranschaulichung ein Beispiel heran: Wenn Sie Verhaltensweisen an sich selbst beobachten, die Ihnen nicht gut tun, Sie stören oder Sie sogar selbst verletzen, dann ist es an der Zeit, etwas zu ändern! Sie tun damit etwas Gutes für die Entwicklung Ihres Selbstwertgefühls. Werte, Einstellungen und Verhaltensmuster sind nicht in Stein gemeißelt! Sie können sich jederzeit damit auseinandersetzen und sich bewusst in eine neue, gewünschte Richtung entwickeln - das stärkt Ihren Selbstwert!

 

Sollte das nicht in Ihrem Sinne zielführend oder das Vertrauen für solche Gespräche nicht vorhanden sein, nehmen Sie Unterstützung von Profis, wie einem versierten Coach oder einer erfahrenen Psychotherapeutin, in Anspruch. Mit Hilfe „von außen“ gelingt es vielleicht besser, Verhaltensmuster objektiv zu durchleuchten und zu analysieren. Im Rahmen einer Psychotherapie ist es beispielsweise möglich, einschränkenden oder gar selbstschädigenden Eigenheiten, die auch den Selbstwert untergraben, aufzudecken und ihnen strukturiert auf den Grund zu gehen, damit das Leben neu gestaltet werden kann. Dazu braucht es zu Beginn Mut und Willen, sowie die bewusste Entscheidung, etwas verändern zu wollen. So nehmen Sie die Zügel selbst in die Hand und bestimmen selbst die Richtung für Ihr zukünftiges Leben! Setzen Sie noch heute einen Schritt in die gewünschte Richtung! Tun Sie sich selbst etwas Gutes und werden Sie Ihr bester Freund oder Ihre beste Freundin!

 

 

Haben Sie Fragen oder vielleicht ein konkretes Anliegen, dann stehe ich Ihnen gerne als erfahrene Psychotherapeutin, Supervisorin oder als Coach mit meinem Wissen und meiner Erfahrung zur Seite! Kontaktieren Sie mich!

 

 

Rufen Sie mich an!

Ich freue mich auf Sie!

 

 

 

In diesem Sinne - herzlichst

Ihre Petra Lebensfreude

 


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