EMDR-Traumatherapie in St. Pölten
- wenn Worte allein noch nicht reichen
EMDR Therapie online und Vorort | Petra Burmetler MSc
Manchmal trägt der Körper, was der Kopf längst verstanden hat – aber nicht loslassen kann.
Heilung bedeutet nicht vergessen. Es bedeutet: das Vergangene bleibt Vergangenheit.
Auf dieser Seite erfahren Sie:
– Was EMDR ist
– und was es von anderen Methoden unterscheidet
– Für wen EMDR geeignet ist – und wann nicht
– Wie eine EMDR-Sitzung bei mir abläuft
– Ob online oder vor Ort sinnvoller ist

Vielleicht kennen Sie das: Sie haben etwas Belastendes erlebt. Vielleicht sogar schon viel darüber gesprochen. Und trotzdem – es lässt nicht los. Der Körper reagiert, bevor der Verstand eingreifen kann. Bilder tauchen auf. Gefühle, die unverhältnismäßig groß wirken. Situationen, die längst vorbei sind – und sich trotzdem noch ganz gegenwärtig anfühlen.
Das ist kein Zeichen von Schwäche. Das ist, wie das Gehirn auf Überwältigung reagiert.
Genau hier setzt EMDR an. Ich arbeite damit sowohl in meiner Praxis in St. Pölten als auch online – weltweit.
EMDR-Traumatherapie in St. Pölten
Traumaarbeit bedeutet für mich nicht, Vergangenes aufzuwühlen – sondern dem Nervensystem Sicherheit zu geben, damit es sich neu ordnen kann. Das klingt vielleicht ungewohnt. Aber es beschreibt die Haltung, mit der ich seit über 15 Jahren als Psychotherapeutin in meiner Praxis in St. Pölten arbeite.
Meine Ausbildung in EMDR habe ich 2019 am EMDR Institut Austria abgeschlossen. Seither integriere ich diese Methode in meine therapeutische Arbeit – behutsam und in dem Tempo, das Sie vorgeben.
Was ist EMDR?
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing.
Der Name klingt technisch – die Erfahrung ist oft erstaunlich menschlich.
Die Methode wurde in den 1980er-Jahren von der Psychologin Francine Shapiro entwickelt und gehört heute zu den am besten erforschten Verfahren in der Traumatherapie. Internationale Fachgesellschaften wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die American Psychological Association empfehlen EMDR zur Behandlung von Traumata und posttraumatischen Belastungsreaktionen.
Doch was bedeutet das konkret?
Während Sie sich einer belastenden Erinnerung vorsichtig annähern, folgen Ihre Augen ruhigen Handbewegungen – oder Sie nehmen abwechselnde Berührungen oder Töne wahr. Diese sogenannte bilaterale Stimulation unterstützt das Gehirn dabei, festgehaltene Eindrücke weiterzuverarbeiten. Ähnlich wie in natürlichen Verarbeitungsphasen – etwa im Schlaf – können Erlebnisse neu eingeordnet und integriert werden.
Das Geschehene verschwindet nicht.
Aber es verliert seine überwältigende Kraft.
Es bleibt Teil Ihrer Geschichte – nur es bestimmt nicht mehr Ihre Gegenwart.
EMDR ist keine Entspannungstechnik. Keine Hypnose. Und kein Verfahren, das Erinnerungen „löscht“. Es ist eine Methode, die dem Nervensystem ermöglicht, einen unterbrochenen Verarbeitungsprozess wieder aufzunehmen – behutsam begleitet und in Ihrem Tempo.
Für wen ist EMDR geeignet?
Menschen kommen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen in die EMDR-Arbeit. Nicht immer ist es ein „großes“ Trauma. Oft sind es die leisen, lang zurückliegenden Erlebnisse, die bis heute nachwirken.
EMDR kann hilfreich sein bei traumatischen Erfahrungen wie Unfällen, Übergriffen oder Verlusten. Bei belastenden Kindheitserfahrungen, die sich noch im Körper zeigen. Bei posttraumatischen Belastungsreaktionen (PTBS). Bei Ängsten oder Panikattacken ohne klare Ursache. Bei anhaltenden Scham- oder Schuldgefühlen. Oder bei Beziehungsmustern, die sich immer wiederholen.
Manche sagen im ersten Gespräch:
"Ich weiß gar nicht genau, was es war. Aber etwas sitzt da. Tief. Und es will nicht weichen."
Auch das ist ein guter Ausgangspunkt.
Termin für ein Erstgespräch anfragen
Wann EMDR nicht sinnvoll ist
EMDR ist nicht in jeder Lebensphase der richtige Weg. Bei akuter Instabilität, starker Überlastung oder fehlender innerer Sicherheit kann zunächst ein anderer therapeutischer Fokus wichtiger sein – zum Beispiel Stabilisierung, Krisenbegleitung oder allgemeine Psychotherapie.
Das besprechen wir im ersten Gespräch offen. Wenn EMDR gerade nicht passt, sage ich das. Und wir schauen gemeinsam, was stattdessen sinnvoll wäre.
Ablauf einer EMDR-Sitzung
Bevor wir mit der eigentlichen Verarbeitung beginnen, sorgen wir gemeinsam für Stabilität. Sie lernen innere Ressourcen kennen und Wege, sich zu erden, wenn es intensiver wird.
Sie bestimmen jederzeit das Tempo. EMDR ist kein Durchbrechen – sondern ein behutsames Annähern.
Erst wenn diese Grundlage tragfähig ist, gehen wir in die Verarbeitung. Eine Sitzung dauert 50 Minuten. Manchmal reichen wenige Einheiten, manchmal begleitet EMDR einen längeren therapeutischen Prozess. Das entscheiden wir gemeinsam – abhängig von dem, was Sie mitbringen und was Ihr System im jeweiligen Moment braucht.
EMDR online oder vor Ort?
Ich biete EMDR sowohl in meiner Praxis in St. Pölten als auch online an – für Menschen in ganz Österreich und darüber hinaus.
EMDR ist auch per Video wirksam. Therapeutische Erfahrung und Studienlage zeigen, dass die Methode gut in einem geschützten Online-Setting angewendet werden kann.
Viele Klient:innen entscheiden sich für die Online-Option, weil sie sich in ihrer vertrauten Umgebung sicherer fühlen, weil der Weg zur Praxis eine Hürde wäre oder weil sie nicht in Niederösterreich leben. Für Online-EMDR benötigen Sie lediglich eine stabile Internetverbindung, einen ruhigen Ort und ein Gerät mit Kamera.
Wer lieber persönlich kommt: Meine Praxis in St. Pölten ist zentral gelegen und gut erreichbar – auch aus dem Großraum Niederösterreich.
Häufige Fragen zu EMDR
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Muss ich alles erzählen?
Nein. EMDR braucht keine detaillierte Schilderung dessen, was geschehen ist.
Für viele ist es entlastend zu wissen: Sie müssen nicht alles in Worte fassen, damit Verarbeitung möglich wird.
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Was, wenn es während der Sitzung intensiv wird?
Das kann vorkommen. Deshalb steht Stabilität am Anfang unserer Arbeit.
Ich begleite Sie durch das, was auftaucht. Sie sind damit nicht allein – und Sie bestimmen jederzeit das Tempo.
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Ist EMDR wissenschaftlich anerkannt?
Ja. EMDR zählt zu den bestuntersuchten Methoden in der Traumatherapie und wird von der World Health Organization sowie der American Psychological Association und zahlreichen europäischen Fachgesellschaften empfohlen.
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Passt EMDR zu mir?
Das klären wir gemeinsam im ersten Gespräch.
Und wenn ich den Eindruck habe, dass im Moment ein anderer Ansatz stimmiger wäre, sage ich das offen.
Kosten & Rahmenbedingungen
Ich führe eine Privatpraxis für Psychotherapie und Traumatherapie in St. Pölten. Das Honorar ist zunächst selbst zu bezahlen. Viele Krankenversicherungen erstatten einen Teil der Kosten. Details klären wir gerne im persönlichen Gespräch.
Der nächste Schritt
Wenn Sie spüren, dass etwas in Ihnen nach Klärung sucht, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für ein erstes Gespräch.
Sie müssen noch nichts genau benennen. Und auch nichts entschieden haben.
Wir schauen gemeinsam, was Sie gerade brauchen – und ob EMDR der richtige Weg für Sie ist.
Viele erleben bereits das erste Gespräch als entlastend.
Weil Raum entsteht.
Sie kommen, wie Sie sind.
Unverbindliches Erstgespräch vereinbaren
WhatsApp: +43 680 500 9889
E-Mail: praxis@petra-lebensfreude.at
Ich melde mich in der Regel innerhalb von 48 Stunden.
Ihre "Petra Lebensfreude"
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Online und in St. Pölten
Privatpraxis "Petra Lebensfreude"
Zehengruberstraße 7
3100 St. Pölten, Niederösterreich
Weitere Angebote: Psychotherapie · Supervision · Coaching · Aufstellungen
Weitere Informationen rund um das Thema "Traumatherapie" und mehr finden Sie in meinem Lebensfreude-Blog.