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Psychotherapie und seelische Gesundheit | St. Pölten Teil1

  • 19. Sept. 2017
  • 10 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Feb.

Was ist Psychotherapie? Definition, Wirkung und Abgrenzung verständlich erklärt


Psychotherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Behandlung seelischer Leiden, die über Beziehung, Gespräch und therapeutische Methoden nachhaltige Veränderungen ermöglicht. Diese nüchterne Definition beschreibt, was Psychotherapie fachlich ist – doch wie fühlt es sich an, wenn seelisches Leiden den Alltag bestimmt?


Psychotherapie und seelische Gesundheit | Petra Burmetler, MSC | Online-Therapie

Kurzorientierung

Dieser Artikel vermittelt Ihnen einen sachlichen Überblick über Psychotherapie: Was sie ist, wie sie wirkt und welche wissenschaftlichen Grundlagen hinter den Verfahren stehen. Er dient der Orientierung und Reflexion – nicht der Diagnose oder der Therapieentscheidung.


Wenn die Seele nach Luft ringt

Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl: Sie funktionieren äußerlich perfekt – gehen zur Arbeit, erfüllen Ihre Verpflichtungen, lächeln in Meetings. Doch innerlich fühlt es sich an, als würden Sie mit angezogener Handbremse durchs Leben fahren. Die Freude ist gedämpft, die Energie knapp, die innere Unruhe Ihr ständiger Begleiter.

Oder vielleicht ist es anders: Eine Angst, die Sie nicht greifen können, macht sich breit. Schlaflose Nächte häufen sich. Gedanken kreisen endlos um dieselben Themen. Die Beziehung fühlt sich festgefahren an. Der Verlust eines geliebten Menschen lässt Sie nicht los.


Sie sind nicht allein. Psychische Belastungen gehören zum Menschsein – und sie sind häufiger als viele denken. Etwa jeder dritte Mensch erlebt im Laufe seines Lebens eine behandlungsbedürftige psychische Krise. Die gute Nachricht: Psychotherapie ist eine wirksame, wissenschaftlich fundierte Methode, die nachweislich hilft.


Dieser Artikel ist der erste Teil einer dreiteiligen Serie über Psychotherapie und seelische Gesundheit. Hier erfahren Sie, was Psychotherapie wirklich ist, warum sie wirkt und für wen sie sinnvoll sein kann. Im zweiten Teil geht es um Ihre persönliche Entscheidung: Bin ich bereit? Welche Form passt zu mir? Und im dritten Teil zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie eine Psychotherapie konkret abläuft.


Was ist Psychotherapie wirklich?


Die Wurzeln des Begriffs

Der Begriff "Psychotherapie" stammt aus dem Altgriechischen: psyché (Seele, Gemüt, Verstand, Lebenskraft) und therapeía (Pflege, Heilung, Dienst). Psychotherapie bedeutet also wörtlich: die Pflege und Heilung der Seele.

Diese alte Bezeichnung trifft den Kern besser als viele moderne Definitionen. Es geht um Ihre innere Welt – um das, was Sie im Innersten bewegt, manchmal belastet. Um das, was lebendig machen will, aber vielleicht gerade nur noch schmerzt.


Die moderne Definition

Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren zur Behandlung psychischer, psychosozialer und psychosomatischer Leiden, das über die therapeutische Beziehung und strukturierte Gesprächs- und Erfahrungsprozesse nachhaltige Veränderungen im Erleben, Denken und Verhalten ermöglicht.


In Österreich ist Psychotherapie durch das Psychotherapiegesetz rechtlich verankert und als eigenständiges Heilverfahren anerkannt.


Das klingt sachlich und formal – doch was bedeutet das konkret für Sie?

In meiner Arbeit erlebe ich Psychotherapie als einen geschützten Raum, in dem Menschen etwas finden, das im Alltag oft fehlt: ungeteilte Aufmerksamkeit. Ein Gegenüber, das nicht bewertet, nicht berät, nicht lösen will – sondern mitgeht.


Hier können Sie:

  • Ihre Gedanken und Gefühle aussprechen, ohne sich rechtfertigen zu müssen

  • Belastende Muster in ihrem Entstehen verstehen

  • Neue Wege im Umgang mit sich selbst entdecken – nicht weil Sie "falsch" sind, sondern weil Sie sich anders kennenlernen dürfen

  • Innere Konflikte nicht wegdrücken, sondern ihnen Raum geben

  • Die Beziehung zu sich selbst wieder spüren lernen


Im Zentrum steht das therapeutische Gespräch – die Begegnung zwischen Ihnen und mir. Diese Beziehung ist anders als alle anderen: professionell distanziert und zugleich zutiefst menschlich. Sie trägt, ohne zu besitzen. Sie begleitet, ohne abhängig zu machen.


Wissenschaftlich wird sie als "therapeutische Allianz" bezeichnet – doch das klingt technischer, als es sich anfühlt. In Wahrheit ist es ein Bündnis auf Zeit: Wir gehen gemeinsam dorthin, wo es wehtut, weil Sie dort nicht allein sein müssen.


Was Psychotherapie unterscheidet

Vielleicht haben Sie sich schon gefragt: Was unterscheidet Psychotherapie von Coaching, Beratung oder einem Gespräch mit Freunden?


Psychotherapie arbeitet mit dem, was unter der Oberfläche liegt:

  • Behandlung von psychischen Erkrankungen und tieferliegenden seelischen Konflikten – nicht nur Symptomlinderung, sondern Ursachenarbeit

  • Rechtlich geschützt und qualitätsgesichert durch mehrjährige, staatlich anerkannte Ausbildung

  • Verschwiegenheitspflicht, die wirklich schützt – niemand erfährt davon, wenn Sie das nicht wollen

  • Von gesetzlichKrankenkassen bezuschusst, weil Psychotherapie als Heilverfahren anerkannt ist


Psychotherapie ist bewusst nicht:

  • Reine Lebensberatung oder Coaching zur Leistungsoptimierung – hier geht es nicht darum, noch besser zu funktionieren, sondern wieder zu fühlen

  • Seelsorge oder spirituelle Begleitung – auch wenn Sinnfragen Raum haben dürfen

  • Medikamentöse Behandlung – Psychotherapie wirkt über Beziehung und Erfahrung, nicht über Biochemie

  • Ersatz für Freundschaften – aber eine professionelle Ergänzung, wenn private Beziehungen nicht ausreichen


Zur Abgrenzung:

  • Coaching fokussiert auf konkrete Ziele, Leistung und Potenzialentfaltung. Es setzt psychische Stabilität voraus. Wenn Sie sich fragen, ob Sie überhaupt noch können – dann ist Coaching (noch) nicht der richtige Ort.

  • Psychologische Beratung unterstützt bei akuten Lebenskrisen und Entscheidungen. Sie ist kurzfristiger, lösungsorientierter und arbeitet mit dem, was gerade ist – nicht mit dem, was dahinter liegt.

  • Gespräche mit Freunden oder Familie bieten emotionale Unterstützung und Verbundenheit. Sie sind kostbar und wichtig. Doch sie können nicht die professionelle Distanz bieten, die es manchmal braucht, um sich selbst neu zu sehen. Freunde wollen oft helfen, trösten, lösen – Psychotherapie hält den Raum, damit Sie selbst finden können.

Rechtliche Klarstellung:  Psychotherapie darf in Österreich ausschließlich von Personen ausgeübt werden, die im Psychotherapeutenregister des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz eingetragen sind.

Warum wirkt Psychotherapie? Die wissenschaftlichen Grundlagen

Lange wurde Psychotherapie als "weiche" Methode belächelt. Heute wissen wir: Psychotherapie verändert das Gehirn – messbar, nachhaltig und wirksam.


Kurzantwort zur Wirksamkeit

Psychotherapie wirkt, weil sie über eine stabile therapeutische Beziehung, gezielte Reflexion und erlernbare Bewältigungsstrategien emotionale und neurobiologische Prozesse nachhaltig verändert.


Neurobiologische Veränderungen

Moderne Bildgebungsverfahren (fMRT, PET-Scans) zeigen: Psychotherapie verändert die Struktur und Funktion des Gehirns. Bei Menschen mit Depressionen oder Angststörungen normalisiert sich durch erfolgreiche Therapie die Aktivität in bestimmten Hirnregionen:


  • Amygdala (Angstzentrum): Reduzierte Überaktivität – Sie reagieren nicht mehr so schnell in den Alarmzustand

  • Präfrontaler Kortex (Emotionsregulation): Verbesserte Funktion – Sie können Ihre Gefühle wieder steuern, statt von ihnen überwältigt zu werden

  • Hippocampus (Stressverarbeitung): Strukturelle Veränderungen – belastende Erinnerungen verlieren ihre Macht


Anders gesagt: Psychotherapie trainiert Ihr Gehirn – ähnlich wie Sport Ihre Muskeln trainiert. Nur dass Sie hier nicht stärker werden im Verdrängen, sondern stärker im Fühlen.


Wirksamkeit in Zahlen

Die Forschung zur Wirksamkeit von Psychotherapie ist beeindruckend. Metaanalysen (Zusammenfassungen vieler Studien) zeigen:

  • Bei Depressionen: 60-80% der Behandelten berichten von deutlichen Verbesserungen

  • Bei Angststörungen: Erfolgsquote von 70-90%

  • Bei Traumata (z.B. mit EMDR oder traumafokussierter Therapie): Bis zu 80% signifikante Symptomreduktion

  • Die Rückfallquote ist bei Psychotherapie oft niedriger als bei rein medikamentöser Behandlung

Hinweis zur Interpretation:  Die angegebenen Wirksamkeitsraten variieren je nach Studiendesign, Störungsbild, Therapieverfahren und individueller Ausgangslage. Sie dienen der Orientierung und stellen keine Erfolgsgarantie dar.

Wichtig zu wissen: Psychotherapie braucht Zeit. Während Medikamente oft schneller wirken, ist die Wirkung von Psychotherapie nachhaltiger. Sie werden nicht "repariert". Sie lernen sich neu kennen.


Die wichtigsten Wirkfaktoren

Was macht Psychotherapie wirksam? Forschende haben herausgefunden, dass mehrere Faktoren zusammenspielen – und vielleicht überrascht Sie, was am meisten zählt:

1. Therapeutische Beziehung (30-40% der Wirkung)

Eine vertrauensvolle, wertschätzende Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Therapeutin ist das Fundament. Ohne diese Basis wirkt selbst die beste Technik nicht. In meiner Praxis zeigt sich immer wieder: Menschen heilen nicht an Methoden, sondern in Beziehung.

2. Ihre Motivation und Mitarbeit (ca. 40%)

Ihre Bereitschaft zur Veränderung, Ihr Engagement im Prozess – das ist der größte Wirkfaktor überhaupt. Psychotherapie ist keine Behandlung, die an Ihnen vorgenommen wird. Sie sind aktive Gestalterin Ihres Prozesses.

3. Therapeutische Methode (ca. 15%)

Die konkrete Technik (Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie, systemische Therapie etc.) spielt eine Rolle, ist aber weniger entscheidend als oft gedacht. Das überrascht viele Menschen – und entlastet zugleich von der Angst, die "falsche" Methode zu wählen.

4. Hoffnung und Erwartung (ca. 15%)

Ihr Glaube daran, dass Veränderung möglich ist, beeinflusst den Erfolg erheblich. Nicht als magisches Denken, sondern als innere Bereitschaft, sich auf den Prozess einzulassen.

Hinweis:  Diese Prozentangaben sind Näherungswerte aus Metaanalysen und beschreiben Wirkanteile, nicht isolierte Ursachen. Die Wirkfaktoren bedingen sich gegenseitig.

Was davon berührt Sie gerade am meisten? Wo erkennen Sie sich wieder?

Mehr über die verschiedenen Therapieformen und welche zu Ihnen passen könnte, erfahren Sie im zweiten Teil dieser Serie.


Wann kann Psychotherapie helfen?

Diese Frage beschäftigt viele Menschen: "Bin ich 'krank genug' für Therapie?" Die Antwort: Psychotherapie ist nicht nur für schwere Krisen da.


Psychotherapie kann sinnvoll sein, wenn:

  • Sie sich über längere Zeit nicht mehr wie sich selbst fühlen

  • Alltägliches zur Überforderung wird

  • Sie Symptome entwickeln, die Sie belasten – körperlich oder seelisch

  • Beziehungen leiden – zu sich selbst, zum Partner, zu anderen

  • Sie immer wieder in dieselben Muster geraten und nicht wissen, wie Sie aussteigen können

  • Ein belastendes Ereignis nicht zu verarbeiten ist, auch wenn andere sagen "das wird schon wieder"


Ein wichtiger Grundsatz aus meiner Praxis: Wenn Sie sich fragen, ob Sie Hilfe brauchen, ist das oft schon ein Hinweis darauf, dass Unterstützung sinnvoll sein könnte. Diese Frage ernst zu nehmen, ist keine Schwäche – es ist Selbstfürsorge.


Die wichtigsten Anwendungsbereiche

Psychotherapie hat sich bei vielen Belastungen als wirksam erwiesen. Hier ein Überblick – vielleicht finden Sie sich in einem dieser Bereiche wieder:

  • Ängste und Panik

Generalisierte Angststörung, Panikattacken, soziale Ängste, spezifische Phobien

  • Depression und Erschöpfung

Niedergeschlagenheit, Interessensverlust, Antriebslosigkeit, Burnout

  • Traumatische Erfahrungen

Verarbeitung von Unfällen, Gewalt, Verlust, Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

  • Zwänge Zwangsgedanken, zwanghaftes Waschen, Kontrollieren, Ordnen

  • Süchte und Abhängigkeiten

Alkohol, Drogen, Medikamente, Verhaltenssüchte, Essstörungen

  • Beziehungs- und Lebenskrisen

Trennung, Verlust, Identitätskrisen, Sinnfragen, Partnerschaftsprobleme

  • Psychosomatische Beschwerden

Körperliche Symptome ohne organische Ursache, chronische Schmerzen mit psychischer Komponente

  • Persönliche Entwicklung

Stärkung von Selbstwert, Grenzen setzen lernen, emotionale Regulation verbessern


Eine ausführliche Übersicht mit Verlinkungen zu spezifischen Themen finden Sie im zweiten Teil dieser Serie, wo es um Ihre persönliche Entscheidungsfindung geht.


Die Ziele von Psychotherapie

Was kann Psychotherapie konkret für Sie erreichen? Nicht im Sinne von Garantien – aber im Sinne von Möglichkeiten, die sich immer wieder zeigen:

1. Seelisches Leiden lindern und nachhaltig verändern

Psychotherapie kann Symptome wie Angst, Depression oder Trauma deutlich reduzieren und in vielen Fällen nachhaltig auflösen. Nicht durch Wegmachen, sondern durch Durcharbeiten.

2. Selbstverständnis vertiefen

Sie lernen zu verstehen, warum Sie fühlen und handeln, wie Sie es tun. Dieses Verständnis ist der erste Schritt zur Veränderung.

3. Verhaltensweisen ändern

Sie entwickeln neue, gesündere Reaktionsmuster – in Beziehungen, bei Stress, in schwierigen Situationen.

4. Beziehungen verbessern

Sie lernen, Ihre Bedürfnisse klarer zu kommunizieren, Grenzen zu setzen und authentischer in Kontakt zu gehen.

5. Resilienz aufbauen

Sie stärken Ihre psychische Widerstandskraft, um zukünftige Belastungen besser zu bewältigen.

6. Lebensqualität steigern

Mehr innere Ruhe, mehr Klarheit, mehr Leichtigkeit. Mehr Kontakt zu dem, was Sie im Innersten ausmacht. Kurz: mehr Lebensfreude – nicht als dauerhaftes Glück, sondern als Fähigkeit, sich selbst wieder zu spüren, auch in schwierigen Momenten.


Häufige Vorurteile und Bedenken

"Ich schaffe das auch allein"

Vielleicht. Aber warum sollten Sie? Psychotherapie bedeutet nicht, dass Sie schwach sind. Im Gegenteil: Es braucht Mut und Stärke, sich Hilfe zu holen.

"Was denken andere?"

Das Stigma um psychische Gesundheit schwindet zunehmend. Heute ist es ein Zeichen von Selbstfürsorge und Selbstachtsamkeit, auf sich zu achten. Und: Ihre Therapie unterliegt der Verschwiegenheitspflicht – niemand muss davon erfahren, wenn Sie das nicht möchten.

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll"

Das ist völlig normal. Viele Menschen kommen mit diesem Gefühl in die erste Stunde. Ich werde Sie behutsam durch das Gespräch führen. Es gibt keine "falschen" Themen.

"Das dauert doch ewig"

Nicht unbedingt. Manche Themen lassen sich in wenigen Sitzungen klären (Kurzzeittherapie), andere brauchen mehr Zeit. Sie bestimmen das Tempo mit.

"Ich will keine Medikamente nehmen"

Psychotherapie ist keine medikamentöse Behandlung. Nur ÄrztInnen (PsychiaterInnen) können Medikamente verschreiben. Oft ist Psychotherapie allein ausreichend.

"Was kostet das?"

Die Kosten variieren. In Österreich gibt es Kassenzuschüsse für Psychotherapie bei anerkannten TherapeutInnen. Manche Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten. Genaue Informationen dazu folgen im dritten Teil dieser Serie.


Ausblick: Die nächsten Schritte

Dieser erste Artikel hat Ihnen gezeigt, was Psychotherapie ist und warum sie wirkt. Sie haben ein Bild davon bekommen, dass psychische Belastungen normal sind und dass es legitim und sinnvoll ist, sich Hilfe zu holen.


Im zweiten Teil dieser Serie geht es um Ihre persönliche Entscheidung:

  • Bin ich bereit für Psychotherapie?

  • Welche Therapieform passt zu mir (Einzel-, Paar-, Gruppenmethode)?

  • Worauf sollte ich bei der Therapeutensuche achten?

  • Wie finde ich die richtige Therapeutin für mich?

  • Was ist der Unterschied zwischen verschiedenen therapeutischen Schulen?

  • Online-Therapie: Wann ist sie eine gute Option?


Im dritten Teil erfahren Sie ganz konkret:

  • Wie läuft das Erstgespräch ab?

  • Was passiert in den Sitzungen?

  • Wie lange dauert eine Therapie?

  • Was kosten die Sitzungen und gibt es Zuschüsse?

  • Wann ist eine Therapie erfolgreich abgeschlossen?


Ihr erster Schritt: Sich informieren

Sie haben den ersten Schritt bereits getan: Sie informieren sich. Sie nehmen sich Zeit zu verstehen, was Psychotherapie bedeutet. Das ist der Beginn jeder Veränderung.

Vielleicht spüren Sie beim Lesen ein leises Wiedererkennen. Ein Gefühl von: Ja, das könnte etwas für mich sein. Vielleicht auch Zweifel. Vielleicht auch Erleichterung, endlich Worte für etwas gefunden zu haben, das Sie schon lange begleitet.


All das ist völlig normal. All das hat Platz.


Sie müssen jetzt noch keine Entscheidung treffen. Lesen Sie in Ruhe weiter. Lassen Sie die Informationen wirken. Im zweiten Teil dieser Serie begleite ich Sie dabei, für sich selbst zu klären, ob und wann Psychotherapie der richtige Schritt ist.


Weitere hilfreiche Artikel

Während Sie sich mit dem Thema Psychotherapie beschäftigen, könnten diese Artikel für Sie interessant sein:


Zum Verständnis spezifischer Belastungen:

  • Selbstachtung – das wahre Fundament der Lebensfreude

  • Das Wonderwoman-Syndrom – wenn Stärke zur Last wird

  • Burnout-Selbsttest: Auf welcher Stufe stehen Sie?


Zur therapeutischen Arbeit:

  • Wenn der Körper in der Therapie mitredet – Körperorientierte Ansätze

  • Grenzen setzen lernen


Zum Abschluss

Wir leben in einer Zeit, die uns ständig fordert: schneller, besser, effizienter. Der Körper wird trainiert, optimiert, gepflegt. Doch die Seele? Die soll funktionieren – möglichst leise, möglichst unauffällig.

Dabei ist sie es, die uns trägt. Die uns fühlen, lieben, hoffen lässt. Die uns verbindet mit anderen und mit uns selbst.

Psychotherapie ist Pflege für die Seele. Nicht, weil etwas kaputt ist, sondern weil Sie es sich wert sind, gut behandelt zu werden – auch von sich selbst.


Lebensfreude – das ist nicht dauerhaftes Glück.

Es ist die Fähigkeit, sich selbst wieder zu spüren. Lebendig zu sein, auch wenn es schwer ist.


In diesem Sinne begleite ich Menschen in meiner Arbeit: nicht zurück zu einem alten Zustand, sondern hin zu einer neuen Qualität von Selbstkontakt. Zu dem, was Lebensfreude im tiefsten Sinne bedeutet.


Herzlichst,

Ihre Petra Burmetler




Einordnung

Der Beitrag richtet sich an Menschen, die sich ein fundiertes Verständnis psychotherapeutischer Möglichkeiten verschaffen möchten. Er erklärt grundlegende Konzepte und Wirkfaktoren, ohne therapeutische Notwendigkeit, Dringlichkeit oder pathologische Bewertungen vorauszusetzen. Ziel ist es, Klarheit über die Funktion und den Nutzen von Psychotherapie zu schaffen, damit Sie informierte Entscheidungen treffen können.


Wissenschaftliche Grundlage dieses Artikels

Die Aussagen in diesem Artikel basieren auf internationalen Metaanalysen zur Wirksamkeit von Psychotherapie (u.a. Wampold, Lambert, Cuijpers), neurobiologischen Studien zur Emotionsregulation und Neuroplastizität sowie auf den gesetzlichen Rahmenbedingungen des österreichischen Psychotherapiegesetzes. Die dargestellten Wirksamkeitszahlen stammen aus systematischen Reviews und kontrollierten Studien der letzten 15 Jahre.


Über die Autorin

DSA Petra Burmetler, MSc ist eingetragene Psychotherapeutin in Österreich mit Schwerpunkt auf Online-Therapie, Stress- und Traumafolgestörungen, Burnout-Prävention und Beziehungsthemen. Sie arbeitet evidenzbasiert, integrativ und körperorientiert in ihrer Privatpraxis "Petra Lebensfreude" in St. Pölten.


Qualifikationen:

  • Diplomierte Sozialarbeiterin (DSA)

  • Master of Science (MSc) in Psychotherapie

  • Eingetragene Psychotherapeutin (Integrative Therapie)

  • Supervisorin und Coach

Rechtlicher Hinweis:  Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche psychotherapeutische oder medizinische Beratung.

Dieser Artikel ist Teil der Serie: Psychotherapie und seelische Gesundheit

📍 Teil 1: Was ist Psychotherapie? – Grundlagen & Wirksamkeit (dieser Artikel)

📍 Teil 2: Bin ich bereit? – Entscheidungsfindung & passende Therapieformen

📍 Teil 3: Der konkrete Weg – Ablauf, Dauer, Kosten & Rahmenbedingungen

Ein fundierter Wegweiser für alle, die verstehen möchten, was Psychotherapie wirklich ist – und warum sie wirkt.

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