Burnout - auf welcher Stufe stehen Sie?

January 17, 2018

Wie Sie erkennen können, wann und wie Sie

in die "Burnout-Falle" tappen


Jeden Morgen mit einem Lächeln und voller Tatendrang wach werden! Die Dinge die man sich beruflich und privat vorgenommen hat, wie geplant beginnen und zeitgerecht und erfolgreich zu Ende bringen. Daneben natürlich noch ausreichend Zeit für Familie, Freunde und Hobbies haben – und … täglich zumindest auch ein Stündchen mit den Kindern spielen und sie bewusst beim Erwachsenwerden unterstützen. Jeden Abend zufrieden und erfüllt und mit einem guten Gefühl zu Bett gehen und über Nacht auf allen Ebenen - wie von selbst - wieder Kraft und Energie tanken. Ein tolles Leben - nicht wahr!?

 

Leider ist das nicht immer in allen Lebenslagen so! Das "Burnout-Syndrom" - eine in unserer Gesellschaft leider allgegenwärtige "Volkskrankheit" - greift nach wie vor immer mehr um sich. Doch, was ist ein Burnout überhaupt? Und wie kann man frühzeitig selbst erkennen, ob man burnout-gefährdet ist ... oder bereits mitten in einem Burnout steckt?

 

Ich möchte Ihnen im Folgenden einen kurzen Überblick geben und ein sehr einfaches Instrument vorstellen, mit dem Sie selbst (auf Basis einer Selbsteinschätzung) einfach und anschaulich feststellen können, ob Sie sich bereits in einer Burnout-Sprirale befinden.

 

Der klinische Psychologe und Psychoanalytiker, Herbert J. Freudenberger hat das Burn-out-Syndrom in seinen Publikationen in 12 Stufen beschrieben:

 

Bild: Burnout-Zyklus nach Herbert J. Freudenberger

 

Burnout-STUFE 1: Zwang sich zu beweisen

* erhöhte Erwartungen an sich selbst

* besondere Begeisterungsfähigkeit für die Arbeit

* übersehen eigener Grenzen und Zurückstellen eigener Bedürfnisse

 

Burnout-STUFE 2: verstärkter Einsatz

* Gefühl der Unentbehrlichkeit

* Besondere Bereitschaft zur Übernahme von neuen Aufgaben

* Freiwillige Mehrarbeit und unbezahlte Überstunden
  (auch an freien Tagen, am Wochenende und in der Urlaubszeit)

 

Burnout-STUFE 3: Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

* gelegentliche Schlafstörungen

* chronische Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse

* Mehrkonsum von Aufputschmitteln bzw. Kaffee und Zigaretten

 

Burnout-STUFE 4: Verdrängung von Konflikten (und Bedürfnissen)

* Energiemangel und Schwächegefühl

* Aufgabe von Hobbys

* Vergessen von Terminen

* gehäufte Fehlleistungen
(z.B.: Nichterledigen von versprochenen Aufgaben, Ungenauigkeit etc.)

 

Burnout-STUFE 5: Umdeutung von Werten

* Abstumpfung und Aufmerksamkeitsstörungen

* Probleme mit dem/r PartnerIn bzw. in der Familie

* meiden privater Kontakte (da diese belastend empfunden werden)

 

Burnout-STUFE 6: Verstärkte Verleugnung von Problemen

* Desillusionierung und Gefühl mangelnder Anerkennung

* Widerstand, täglich zur Arbeit zu gehen („innerliche Kündigung“)

* vermehrte Fehlzeiten, verspäteter Arbeitsbeginn, vorverlegter Arbeitsschluss

 

Burnout-STUFE 7: Rückzug

* Orientierungs – und Hoffnungslosigkeit, Ohnmachtsgefühl, innere Leere

* Ersatzbefriedigung durch Essen, Alkohol, Drogen, Spielen, Sexualität

* Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeit, Ungenauigkeit, Desorganisation, Entscheidungsunfähigkeit

* psychosomatische Reaktionen, Gewichtsveränderungen, Herzklopfen, Bluthochdruck

 

Burnout-STUFE 8: Verhaltensänderung

* Eigenbrötelei, Selbstmitleid, Einsamkeit,

* negative Reaktionen auf gut gemeinte Zuwendung

* verringerte Initiative / verringerte Produktivität: Dienst nach Vorschrift

* Verflachung des sozialen Lebens: Gleichgültigkeit, Gefühl der Sinnlosigkeit, wenig persönliche Anteilnahme an anderen, gleichzeitig exzessive Bindung an Einzelne, Meidung beruflichsozialer Kontakte

 

Burnout-STUFE 9: Gefühlsverlust für die eigene Persönlichkeit

* automatenhaftes Funktionieren

* Entfremdung, Aufkommen des Gefühls der inneren Leere

* psychosomatische Reaktionen treten mehr und mehr in den Vordergrund

 

Burnout-STUFE 10: Innere Leere

* Wechsel zwischen starken schmerzhaften Emotionen

* phobische Zustände, Panikattacken und Angst vor Menschen

* Einsamkeit, negative Einstellung zum Leben

* fallweise exzessive sinnliche Befriedigung
( z.B.: Kaufräusche, Fressattacken, exzessiver Sex etc.)

 

Burnout-STUFE 11: Depression

* Hoffnungslosigkeit und negative Einstellung zum Leben

* Erschöpfung, starker Wunsch nach Dauerschlaf

* existenzielle Verzweiflung, Selbstmordgedanken und -absichten

 

Burnout-STUFE 12: völlige Erschöpfung ("ausgebrannt")

* lebensgefährliche geistige, körperliche und emotionale Erschöpfung

* angegriffenes Immunsystem, Herz-Kreislauf- / Magen-Darm-Erkrankungen

* Selbstmordgefahr

 

 

Der skizzierte Überblick dient einer groben Orientierung und soll lediglich Auskunft geben, inwieweit sich eine "dauerhafte Überbelastung" in unserem Leben bemerkbar machen kann bzw. Ausdruck verschafft. Die hier beschriebenen Burnout-Stufen sind im Alltag meist nicht klar voneinander abgrenzbar, können sich vermischen oder überlagern. Einzelne Burnout-Phasen können auch übersprungen werden, während sich manch andere Betroffenen vielleicht sogar in mehreren Stadien gleichzeitig befinden. Es kann auch vorkommen, dass man im Alltag kurzzeitig in einzelne Phasen "hineinrutscht", sich das Leben aber nach ein paar Tagen wieder "normalisiert". In solchen Fällen ist alles wieder im "grünen Bereich"!

 

Sollte man bemerken, oder von anderen darauf angesprochen werden, dass man bereits seit mehreren Wochen in einer der unteren Stufen regelrecht "hängt", ist es ratsam, sich an einen Experten bzw. eine Expertin zu wenden. Ein auf Burnout bzw. Burnoutprävention spezialisierter Coach kann dabei helfen, aus der "Burnout-Spirale" wieder auszusteigen und zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance zurückzufinden.

 

Befindet man sich bereits in einer der höheren Stufen empfiehlt es sich, sich von einer erfahrenen Fachexpertin, beispielweise einer Psychotherapeutin, Unterstützung zu holen. Diese begleitet meist über einen längeren Zeitraum und hilft dabei, das eigene Leben Schritt für Schritt wieder in geordnete Bahnen zu lenken sowie zu einem erfüllten und wieder mit mehr Lebensfreude gespickten Leben zurückzukehren.


Fühlen Sie sich von diesem Thema angesprochen? Gerne stehe ich Ihnen mit meinem Fachwissen und meiner Erfahrung zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich – rufen Sie mich an! ( +43 680 500 9889 )


Weitere Informationen zu den Themen Psychotherapie und Coaching finden Sie auf meiner Homepage unter www.petra-lebensfreude.at.


 

In diesem Sinne - herzlichst


 

Ihre

Petra Lebensfreude



 

... und hier geht's zur Lebensfreude-Homepage!

 

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